Wissenschaftliche Online Marketing Analyse (Teil 2) -
Definitionen: Internet

Ein dezentraler Verbund von Computern, die über Kabel-, Funk- oder Satellitenverbindungen weltweit miteinander verbunden sind, so umschreibt Oliver Roll das Internet [Vgl. Roll, O. (1996): Marketing im Internet, München 1996, S. 11]. In diesem Konstrukt werden Informationen ausgetauscht sowie auf eigenen und fremden Rechnern gearbeitet.

Damit jeder Teilnehmer hierfür exakt lokalisiert werden kann, erhält jeder Rechner bei der Einwahl ins Internet eine eigene IP-Adresse (IP = Internet Protokoll, eine Zahlenkombination) vom ISP (= Internet Service Provider, ein Telekommunikationsdienstleiter) zugewiesen, vergleichbar mit der Telefonnummer zum Telefonieren. Ein weltweit einheitliches Protokoll (TCP/IP) sorgt dafür, dass alle Rechner untereinander kompatibel kommunizieren können.

Das Internet wurde Anfang der 70er Jahre vom US-Verteidigungsministerium, von der Abteilung Advanced Research Projects Agency (ARPA), entwickelt. Das damalige ARPANET, ein Verbund von vier Universitätscomputern, hatte unter anderem zum Ziel, die Kommunikation in jedem Fall sicherzustellen. Aus diesem Grund ist der dezentrale Gedanke von Beginn an wesentliche Triebfeder gewesen. Der unkomplizierte und vor allem schnelle Informationsaustausch innerhalb des Verbundes führte dazu, dass sich schnell weitere Universitäten dem Verbund anschlossen. Mit der Entwicklung und Einführung des TCP/IP-Protokolls im Jahre 1982 wurde das ARPANET zum Internet [Vgl. Roll, O. (1996): Marketing im Internet, München 1996, S. 11 ff.; Ulamec, D. (2002): Online-Marketing: Kundenbindung im Internet, Hamburg 2002, S. 18 ff.]. Diese weltweit universelle Kommunikationsgrundlage war die Basis dafür, dass heute über 433 Millionen Computer weltweit miteinander vernetzt sind [Vgl. http://www.isc.org/ops/ds/reports/2007-02/, Stand 18.05.2007].

Zum Informationsaustausch stehen den Internet-Nutzern zahlreiche Dienste zur Verfügung, die sie mit entsprechenden Programmen bedienen können. Zum reinen Tausch von Daten gibt es beispielsweise FTP (= File Transfer Protokoll) oder zum reinen Arbeiten an fremden Rechnern Telnet. Die beiden mit Abstand meistgenutzten Dienste im Internet sind das WWW (= World Wide Web) und E-Mail (= elektronische Post). Beim WWW handelt es sich um eine Plattform, die eine interaktive und ansprechende Darstellung von Texten, Bildern und Tönen auf so genannten Web-Seiten ermöglicht, die wiederum mittels Browsern (= Programme zum Darstellen und Bedienen des WWW) genutzt werden können.
Der Dienst E-Mail ermöglicht es, Text, Bild- oder Ton-Nachrichten in wenigen Sekunden weltweit zu versenden. Zur Nutzung werden E-Mail-Clients (= Programme zum Darstellen und Erstellen von E-Mails) benötigt [Vgl. Roll, O. (1996): Marketing im Internet, München 1996, S. 11 ff.; Ulamec, D. (2002): Online-Marketing: Kundenbindung im Internet, Hamburg 2002, S. 18 ff.].

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Quelle: Berufsbegleitende BWL-Diplomarbeit zum Thema “Die Auswirkungen des Internets auf das Marketing von Finanzdienstleistungen” von Daniel Gremm aus dem Jahr 2007.

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