Der dritte Teil befasst sich mit dem Thema Online Marketing Kardinalfehler. Gerade wenn man neu in das Thema Online Marketing einsteigt, macht man schnell Fehler, die erheblichen Einfluss auf die eigenen Internetaktivitäten haben können. Damit Sie vor den Kardinalfehlern geschützt sind, habe ich nachfolgend die Top 10 für Sie zusammengestellt.
- Online Marketing Kardinalfehler:
- Instrumente isolieren
- Instrumente falsch einsetzen
- Instrumente falsch dosieren
- Schwankende Nutzungsfrequenz
- Webdesign dominiert
- Strategie und Inhalt kopieren
- Kein USP
- Kunde ignorieren
- Ziel- und Planlos
- Usability ignorieren
Online Marketing Kardinalfehler: Instrumente isolieren
Jedes Online Marketing Instrument wird isoliert betrachtet, genutzt und ausgewertet. Dadurch können sich leicht negative Korrelationen mit anderen genutzten Instrumenten sowie mit dem klassischen Marketing, Vertrieb und PR ergeben.
Online Marketing Kardinalfehler: Instrumente falsch einsetzen
Das Online Marketing Instrument wird falsch bzw. nicht seinen Stärken entsprechend eingesetzt. Die individuellen strategischen und funktionalen Schwächen jedes einzelnen Instruments können dann unkalkuliert wirken.
Online Marketing Kardinalfehler: Instrumente falsch dosieren
Die Dosierung der einzelnen Online Marketing Instrumente stimmt nicht, d.h. es wird zu wenig Zeit und Budget auf zu viele Online-Marketing Instrumente verteilt. Die Gefahr der Verzettelung, Flüchtigkeitsfehler und eine zu unpersönliche Kundenbetreuung können die Folgen sein.
Online Marketing Kardinalfehler: Schwankende Nutzungsfrequenz
Die Nutzungsfrequenz der Online-Marketing Instrumente sinkt oder ist nicht konstant, weil die Anfangsbegeisterung verflogen ist und sich keine Routine eingestellt hat. Fehler nehmen zu, Wettbewerber holen auf und überholen, die Kundenbindung sinkt – Gefahren, die nicht zu unterschätzen sind.
Online Marketing Kardinalfehler: Webdesign dominiert
Das Webdesign dominiert das Online-Marketing, z.B. weil die Möglichkeiten von Flash & Co. einfach zu verlockend sind. Dann muss aber mit SEO-Einschränkungen gerechnet, Funktionsdefizite berücksichtigt oder auch Usability-Nachteile in Kauf genommen werden.
Online Marketing Kardinalfehler: Strategie und Inhalt kopieren
Strategien und Inhalte werden kopiert. Wer ungeprüft scheinbar erfolgreiche Elemente 1:1 kopiert, kopiert nicht selten auch Fehler, verliert seine Individualität und muss mit SEO-Einschränkungen leben. Zudem ist es in vielen Fällen auch strafbar (Verstoß gegen Urheberrecht).
Online Marketing Kardinalfehler: Kein USP
Es gibt keinen USP (Unique Selling Proposition = Alleinstellungsmerkmal). Wer den nicht hat und nicht online herausarbeitet, der stellt sich allgemein auf. Problem dabei ist: Wer sich allgemein aufstellt, wird allgemein (von seinen Kunden) gesehen. Die Gefahr, vom Kunden nur noch über den Preis definiert zu werden, ist hoch.
Online Marketing Kardinalfehler: Kunde ignorieren
Der Kunde wird einfach ignoriert bzw. man weiß nicht, wer der Kunde ist und was er wann an welcher Stelle wünscht und erwartet. Die Folgen sind häufig eine sinkende Kundenbindung, Cross-Selling Potential wird verschenkt und Neukundenpotential wird nicht ausgeschöpft.
Online Marketing Kardinalfehler: Ziel- und Planlos
Ziel-loses und Plan-loses Online-Marketing oder “einfach mal ausprobieren und gucken, was passiert”. Doch so platt es auch klingt: Wer kein Ziel hat, kann auch nicht ankommen. Die Effizienz, selbst bei kleinstem Budget- und Personaleinsatz, ist meist negativ.
Online Marketing Kardinalfehler: Usability ignorieren
Die Usability (Benutzer- und Benutzungsfreundlichkeit) der Webseite wird ignoriert. Auch hier drohen beispielsweise sinkende Kundenzufriedenheit und Conversionraten.
Zu Teil 4: Usability
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Weitere Beiträge zum Thema:
- Online Marketing (Teil 2) -
Instrumente und Ziele - Online Marketing (Teil 4) -
Usability - Online Marketing (Teil 1) -
Einleitung - Wissenschaftliche Online Marketing Analyse (Teil 9) -
Das klassische Marketing: Servicepolitik - Wissenschaftliche Online Marketing Analyse (Teil 6) -
Das klassische Marketing: Produktpolitik

Sorry, muss einfach noch einen Punkt ergänzen:
Online Marketing Kardinalfehler: Unterbrochene Kommunikation
Zeigen sich mit dem Online Marketing erste Erfolge – können zum Beispiel Dialoge mit dem Kunden aufgebaut werden – dann gelingt es nicht diese zurück in das Unternehmen zu transportieren (und nicht nur in den Vertrieb).
Stimmt, das ist auch elementar. Die Liste soll auch nur die (meiner Ansicht nach) wichtigsten Fehler darstellen und ist natürlich nur die Spitze des Eisberges. Insofern vielen Dank für die Ergänzung.
Hallo,
ich hätte eie Frage zum Web Design, Sie sagen, dass man Abstriche in sachen SEO machen muss wenn man Flash verwendet, das ist sicherlich richtig, da Google Flash nicht crawlt, aber was hat dieser Punkt mit der USability zu tun? Ich denke nicht das die verwendung von Flasch einen negativen Einfluss auf die Usability hat, es sei denn Die gesamte Seite ist unübersichtlich gestaltet, aber einzelne Flash BAusteine können denke ich sehr zur Usability beitragen. Ich habe selbst in Startups gearbeitet und es würde mich persönlich interessieren wie Sie das ganze sehen wird Flash in Zukunft für Google relevant werden und wie steht es mit der Usability bzw. was meinten Sie mit dieser Aussage.
Aus meiner Erfahrung mit meinen Kunden kann ich leider berichten, dass das beim Thema Flash-Einsatz häufig das Thema Usability komplett außen vor ist. Hier werden nicht nur einzelne Usability-Standards ignoriert, vielfach ist “einfach” der Begriff Usability unbekannt und das Problembewusstsein aufgrund von Unkenntnis nicht vorhanden. Insofern stimme ich Ihnen zu, dass Flash der Usability sehr hilfreich unter die Arme greifen kann, wenn man es denn weiß, kann und will. Andernfalls kann Flash leider ebenso hinderlich sein und wirken.
Flash wird aus meiner Sicht in Zukunft von Google in vollem Umfang ausgewertet werden können. Ob das jedoch zum eigenen Nutzen sein wird, hängt dann wieder von der sauberen Programmierung und dem Inhalt ab. Eher darin sehe ich künftig die Herausforderung… wie immer beim Kunden
Wer künftig weiterhin Usability nicht wirklich ernst nimmt und kontinuierlich optimiert, wird meiner Meinung nach immer weiter ins Hintertreffen geraten. Denn letztlich heißt mangelhafte Usability nichts anderes als mangelhaftes Kundeninteresse. Und wer seinen Kunden auf seiner Webseite nicht ernst nimmt, hat im Internet langfristig gegen seine (nur einen Klick entfernten) Wettbewerber keine Chance. Noch (!) können sich viele eine lasche Haltung hierzu leisten…
….da fehlt mir der wichtigste Punkt. Kein Tracking bzw. das Nichteinsetzen von Web Analytics Anwendungen.
Auch dieser Punkt ist elementar, stimmt! Im Gegensatz zu den anderen Punkten ist hierbei aber seit einiger Zeit auf Kundenseite sehr viel Emotion im Spiel. Stichwort Datenschutz-Diskussion und IP-Erfassung. Wenn man dies aber rein rational betrachtet, müsste dieser Punkt eigentlich ganz oben stehen, da stimme ich absolut zu.
Mich würde mal interessieren, wer warum welche Web Analyse Anwendung benutzt, und welche Vorteile welches Modell hat. Für mein Portal http://szeneputzen.de benutze ich derzeit Google Analytics und bin damit auch weitgehend zufrieden. Ich habe deshalb aber auch keine Alternative ausprobiert.
Desweiteren würde mich interessieren, ob es neben Web Analyse Anwenungen weitere Möglichkeiten der systematischen Beobachtung der eigenen Seite, evtl. aber auch der Seiten von Wettbewerbern gibt. Wer hat welche Erfahrungen gesammelt, und kann was empfehlen?
Es gibt über 150 verschiedene Anbieter von Web Controlling Lösungen am Markt. So unterschiedlich die Lösungen sind, so unterschiedlich sind auch die individuellen Anforderungen und Beweggründe. Grundsätzlich lässt sich aber sagen, dass sich in Deutschland und weltweit über 50% der Web Controlling Nutzer für Google Analytics aus hauptsächlich zwei Gründen einsetzen: Relativ einfache Bedienung und kostenlose Nutzung. Auf die Unterschiede der marktführenden Lösungen gehe ich im Detail u.a. in meinem Web Controlling Modul im Online-Marketing-Manager (IHK) ein.