Social Media Marketing (Teil 4) -
Social Media Guideline

Eine Social Media Guideline bzw. ein Leitfaden zum Umgang mit den Social Media Plattformen Facebook, Twitter & Co. sollte heute eigentlich in jedem im Internet aktiven Unternehmen zum Standard gehören. Leider ist es meist noch die Ausnahme. Verhalten sich die eigenen Mitarbeiter dann, zumeist aus Unkenntnis, nicht im Sinne des Unternehmens, wird oft mit klassischen Verhaltensmustern vom Unternehmen reagiert, die im Internet keine und nicht selten sogar verschlimmernde Wirkungen entfalten. Die nachfolgenden zehn Social Media Richtlinien erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder gar eine 1:1 Anwendbarkeit in jedem Unternehmen, bieten Ihnen aber eine hilfreiche Arbeitsgrundlage für die Ausfertigung Ihrer eigenen individuellen Social Media Guideline.

Social Media Guideline: Ziele

Setzen Sie Ziele für Ihr Social Media Marketing und kommunizieren Sie diese direkt und verständlich. Nur wenn Ihre Mitarbeiter wissen, dass Ihr Unternehmen mit Facebook, Twitter & Co. aktiv ist und wissen, “wohin die Reise geht”, können sich auch alle damit identifizieren. Ein elementarer Bestandteil einer Social Media Guideline.

Social Media Guideline: Interna

Was ist eine Interna, was eine Externa? Nicht immer ist das für jeden klar. Was im Arbeitsvertrag selbstverständlich ist sollte auch im Rahmen einer Social Media Guideline geklärt sein: Definieren Sie Interna und grenzen Sie diese dadurch klar von Externa ab. Dann bleiben Interna auch in Facebook, Twitter & Co. intern.

Social Media Guideline: Kritik

In diesselbe Richtung geht auch das Thema Kritik im Rahmen einer Social Media Guideline. Wer Kritik an Kollegen, dem eigenen Unternehmen und seinen Kunden sowie den Geschäftspartnern übt, hat dies nicht in aller Öffentlichkeit zu tun. Sachliche Auseinandersetzungen sind davon abzugrenzen, abwertende Kritik ist tabu.

Social Media Guideline: Verantwortung

Damit ist eigentlich schon klar, dass jeder einzelne Mitarbeiter einen Teil der Verantwortung für den Erfolg oder Misserfolg des Social Media Marketings trägt. Dies sollte sich auch in der Social Media Guideline widerspiegeln. Nur, wenn Sie Ihre Mitarbeiter und deren anteilige Bedeutung wirklich ernst nehmen, werden Sie auch ernst genommen. Dazu gehört auch, dass Sie einen Verantwortlichen definieren, der alle Social Media Aktivitäten koordiniert und steuert. Im besten Fall natürlich als Fulltime-Job.

Social Media Guideline: Einbindung

Wollen Sie mit Social Media Marketing Ihren Zielen wirklich gerecht werden, frisst es meist sehr viel Zeit. Was liegt da näher, als die eigenen Mitarbeiter in die Umsetzung mit einzubeziehen? Delegieren Sie in der Social Media Guideline Verantwortung und binden möglichst alle mit ein. Damit unterstreichen Sie die Ernsthaftigkeit Ihres Vorhabens.

Social Media Guideline: Authentizität

Authentizität ist Trumpf: Wenn Ihre Protagonisten nicht glaubwürdig sind, kann Social Media Marketing nicht funktionieren. Dazu gehört auch bei der Kommunikation via Social Media Plattformen, dass diese persönlich, individuell, regelmäßig, dauerhaft, ehrlich, zuverlässig und relevant erfolgen muss. Als “Eselsbücke” können Sie sich hier merken, dass die Kommunikation immer wie gegenüber einem Freund erfolgen sollte, dann können Sie nicht wirklich viel falsch machen.

Social Media Guideline: Langfristigkeit

Social Media Marketing ist kein kurzfristiges Projekt und kein Trend. In jede Social Media Guideline gehört klar kommuniziert, dass die eigene Social Media Strategie langfristig und dauerhaft ist. Jedem Mitarbeiter muss klar sein, dass das Engagement auf Facebook, Twitter & Co. eher einem Marathon statt einem Sprint entspricht.

Social Media Guideline: Fehler

Jeder macht Fehler. Fehler sind menschlich. Keiner mag Sanktionen. Soweit, so klar. Klar ist dann aber auch, dass Sanktionen, auch wenn berechtigt, immer zu Mißstimmung und immer wieder zum “Dampf ablassen” führen. Und im Zeitalter von Facebook, Twitter & Co. findet dies immer häufiger auf diesen Plattformen statt. Natürlich auf den privaten Accounts, wo Sie keinen Zugriff und keine Kontrolle haben. Das können Sie letztlich nur nachhaltig durch Vorbeugung unterbinden. Klären Sie in Ihrer Social Media Guideline, dass aus Fehlern gemeinsam gelernt wird, anstatt sie zu sanktionieren. So verhindern Sie zudem, dass andere Mitarbeiter denselben Fehler ebenfalls begehen.

Social Media Guideline: Rechte

Klauen und beleidigen gehört bei den meisten Ihrer Mitarbeiter mit Sicherheit in der “realen Welt” nicht zum Alltag. Kaum sind viele aber online, werden Bilder kopiert oder Vorgesetzte beleidigt, als wäre man in einem rechtsfreien Raum. Weisen Sie in Ihrer Social Media Guideline klar darauf hin, dass Rechte wie das Urheberrecht, das Strafrecht oder Persönlichkeitsrechte selbstverständlich auch auf Facebook, Twitter & Co. gelten.

Social Media Guideline: Privatnutzung

Im Zeitalter von Smartphones, iPads & Co. können Sie mit einem Nutzungsverbot und einer technischen Blockierung von Social Media Plattformen nicht wirklich nachhaltig einen Erfolg erzielen. Zudem motiviert dies Ihre Mitarbeiter nicht wirklich, in Ihrem Sinne auch privat zu kommunizieren. Das haben auch die ganz “Großen” erkannt: Bei den Dax30-Konzernen gibt es inzwischen kaum noch ein Unternehmen, das Facebook, Twitter & Co. am Arbeitsplatz blockt. Regeln Sie deshalb in Ihrer Social Media Guideline, in welchem Umfang die Nutzung von Social Media Plattformen erlaubt ist.

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3 Antworten auf Social Media Marketing (Teil 4) -
Social Media Guideline

  1. Sehr gut gemachter Artikel. Wenn man sich an diese Grundregeln hält, rückt der Erfolg eines Social Media Auftritts ein Stück näher!

    Viele Grüße
    Hubert

  2. Raphael H. sagt:

    Danke für den Artikel – ich selbst beschäftige mich schon länger mit diesem Thema und versuche eine brauchbare Strategie zu erörtern, wie man erfolgreich in der Social “Szene” agieren kann.

    Ich persönlich halte den Punkt “Authentizität” für einen der wichtigsten – ohne diese Basis bringt der Rest wahrscheinlich auch nichts :-)

    Schöne Grüße,

    Raphael

  3. Henning sagt:

    Schöne Auflistung, die trotz ihrer Knappheit sehr umfassend ist! Sehr gelungen!

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