Ob Youtube, Facebook oder Twitter – Social Media hat inzwischen viele Namen und erfasst von jung bis alt alle Alters- und Bevölkerungsschichten, und zwar weltweit. Egal ob zum beruflichen Networking, zur privaten Kommunikation oder einfach nur zum Zeitvertreib – Social Media ist inzwischen allgegenwärtig und wird stetig zunehmend genutzt. Auch von Ihren Kunden und Wettbewerbern. In dieser Reihe gehe ich deshalb auf die Entstehung und Besonderheiten von Social Media ein, nenne die wichtigsten Plattformen und zeige, wie Sie diese für Ihr Social Media Marketing erfolgreich nutzen können.
- Social Media Marketing:
- Vergangenheit
- Gegenwart
- Zukunft
- Anpassungsbedarf
Social Media Marketing: Die Vergangenheit
Am besten verständlich wird der Erfolg von Social Media und Social Media Marketing, wenn man vorab einen Blick zurück wirft. In der Vergangenheit war das klassische Marketing eine Einbahnstraße vom Werbenden zum Kunden. Die Medien lieferten ihre Inhalte per Zeitung, Radio oder TV an den Kunden aus, die Werbenden platzierten sich und ihre Produkte und Dienstleistungen darin. Über Jahrzehnte gewöhnte sich der Kunde an seine Rolle als Zuhörer, der Werbende an seine Rolle als Redner.
Während zwar schon in der Vergangenheit die Möglichkeit der direkten Kommunikation mit dem Kunden bestand (z.B. über Leserbriefe oder das Hörer-Telefon), so war dies doch meist eher geduldet als gewünscht. Mit der Einführung des Internet hielt nun erstmals eine Technologie einzug, die technisch ein Gleichgewicht der Rollen Zuhörer und Redner ermöglichte.
Social Media Marketing: Die Gegenwart
Von den ersten Tagen des Internet bis vor wenigen Jahren wurde aber immer noch nach klassischem Marketing-Muster im Internet agiert: Die Medienkonzerne produzierten Inhalte, die Werbenden platzierten sich darin und die Kunden konsumierten (z.B. per Banner-Werbung in den klassischen Massenportalen). Mit dem Entstehen von Social Media Elementen wie Blogs und dem Wachstum von Netzwerken verschiedenster Art veränderte sich das klassische Muster jedoch: Die Kunden nehmen nun erstmals die Rolle des Zuhörer UND des Redners ein. Social Media Marketing war geboren.
Kunden, Medien und Werbende gewöhnen sich derzeit an ihre neue doppelte Rolle als Redner und Zuhörer. Während das auf Kunden-Seite spielerisch, leicht und ohne gravierende Folgen geschieht, müssen die Medien und Werbenden hier überhaupt erst passende Werbeformen und Instrumente für das Social Media Marketing entwickeln und im Markt einführen. Konnte man sich für diesen Prozess in der Vergangenheit noch z.B. 150 Jahre ab der ersten Zeitung oder 25 Jahre ab der ersten TV-Sendung Zeit lassen, sind die Werbenden im Internet heute schon dringend auf funktionierende Geschäftsmodelle angewiesen.
Das folgende Video verdeutlicht den dringenden Bedarf an Social Media Marketing Lösungen. Es zeigt, welche gravierenden Auswirkungen Social Media schon bis heute hatte.
Social Media Marketing: Die Zukunft
Um in Zukunft im Social Media Marketing weiter bestehen zu können, müssen sich Medien und Werbende schnellstmöglich an ihre zusätzliche Rolle als Zuhörer gewöhnen bzw. in vielen Bereichen elementar umdenken. Hier muss man sich nicht nur an den Kunden als zusätzlichen Redner gewöhnen, sondern zudem noch mit dem Wegfall der klassischen Hierarchie und der 1:n Beziehung im Internet fertig werden, da Massenportale in ihrer Relevanz stetig abnehmen. Die Medien und die Werbenden haben nun bildlich gesprochen nicht mehr die Lausprecheranlage der Schule zur Verfügung, sondern sind nur noch eine gleichberechtigte Person unter vielen auf dem Schulhof. Hier die Aufmerksamkeit der Masse zu bekommen und zu halten wird mit täglich größer werdender Schülerzahl (um beim Beispiel zu bleiben) immer schwieriger.
Social Media Marketing: Ihr Anpassungsbedarf
Um Sie nun fit für Social Media Marketing zu machen, sollten Sie sich grundsätzlich einfach am eben genannten Beispiel des Schulhofes orientieren. Stellen Sie sich vor, Sie würden hier mit Ihrem Produkt stehen und müssten es an den Mann bzw. die Frau bringen. Nehmen Sie Ihre Kunden als gleichberechtigte Partner ernst und hören ihnen immer zu, denn dadurch lernen Sie ihre individuellen Bedürfnisse kennen.
In den folgenden Beiträgen gehe ich auf die wichtigsten Social Media Plattformen ein zu zeige, wie Sie diese im Rahmen Ihres Social Media Marketings erfolgreich einsetzen können.
Zu Teil 2: Twitter Marketing
Seit Sie auf dieser Seite angekommen sind, ist in der Social Media Welt übrigens schon wieder Einiges passiert…
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Weitere Beiträge zum Thema:

Die Teilnahme von Unternehmen/Brands an Social Media Marketing ist nicht so schwer wie allgemein beschrieben wird. Allerdings darf man sich nicht an den klassischen Werbe- und PR-Methoden orientieren. Erster Schritt ist SMO (Social Media Optimierung), also das vorbereiten der Serverseite und des dortigen Contents zur Social Media Nutzung. Das ist weit weniger technisch als es klingt. Dann kann man mit SMM (Social Media Marketing) Massnahmen beginnen, meist bedeutet das eine oder mehrere Seeding Massnahmen. All das natuerlich auf Basis eines Kommunikationskonzepts. Die Social Media Communities sind heute dankbar fuer jede ehrliche und offene Kommunikation von Brands und Unternehmen. Oft fehlt gerade bloss die Stellungnahme eines Unternehmens zu einem in Social Media diskutierten Problems.
@Tom:
Da stimme ich Dir zu, die Teilnahme an Social Media Marketing ist nicht so schwer, wie es häufig beschrieben wird. Was jedoch meist von Unternehmen und ihren Marketing-Abteilungen unterschätzt wird, ist die neue Art und Weise der Kommunikation. Denn klassisches Marketing in Print, TV und Radio, das sich über Jahrzehnte in Strukturen, Wege und vor allem die Köpfe eingebrannt hat, wirkt online in Zukunft nicht mehr. Es müssen teils komplett neue Instrumente und Strategien für die Zukunft entwickelt werden.
Zudem bringt Social Media Marketing neue Einflussfaktoren mit ins Spiel: Fragmentierung der Kanäle und Interessen sowie Kontinuität und Individualität der Kommunikation, um nur zwei Beispiele zu nennen. Die meisten derzeit im Web von Medien, Unternehmen und Werbern angewandten Instrumente und Strategien beruhen noch auf klassischen Denk- und Vorgehensmustern. Bislang wurden im Internet überwiegend Offline-Strategien Online adaptiert, statt sich auf das neue Medium und seine Entwicklung umfassend einzustellen. Deshalb liegt der Erfolg für Unternehmen und Werber weniger in dem Hinterherlaufen aktueller kurzfristiger Anpassungstrends, als vielmehr im (teils erstmaligem) Zuhören, Verstehen und Kommunizieren mit seinen Kunden. Für viele Marktteilnehmer bedeutet dies nicht selten: Komplett Umdenken.