Die wohl teuersten E-Commerce Fehler

Im dritten und letzten Teil der wohl teuersten E-Commerce Fehler decke ich im Interview-Artikel mit E-Commerce Rechtsanwältin Anna Kastner weitere fünf „Klassiker“ auf.

E-Commerce Fehler 16: Sie lassen rechtlich bedenkliche Inhalte von Fans auf Ihrer Facebook-Page stehen.

Betreiber einer Website sind zwar nicht gezwungen, ihren Onlineauftritt ständig zu überwachen, sobald sie jedoch Kenntnis von rechtswidrigen Inhalten haben, müssen diese unverzüglich gelöscht werden. Wer dies unterlässt, riskiert eine Unterlassungsaufforderung, die in der Regel mit nicht unerheblichen Kosten und Risiken verbunden ist.

E-Commerce Fehler 17: Sie sharen interessante Bilder, Texte oder Videos von Dritten auf Facebook.

Auch hier steht das Urheberrecht des Dritten dem freien Teilen von Inhalten gegenüber. Dies gilt übrigens auch für Vorschaubilder, sogenannte Thumbnails.

Dies bekräftigt auch Rechtsanwalt Solmecke via Youtube:

E-Commerce Fehler 18: Sie bieten keine kostenlose gängige Zahlungsart an.

Problematisch wird das fehlende Angebot eines kostenfreien Zahlungsmittels beim Vertragsschluss mit Verbrauchern. Hier muss der Shopbetreiber mindestens eine Zahlungsart anbieten, die keine zusätzlichen Kosten für den Verbraucher verursacht. Diese gesetzliche Regelung lässt sich nicht umgehen, der Betreiber bleibt auf den Kosten damit schlimmstenfalls selbst sitzen und riskiert eine Abmahnung von aufmerksamen Wettbewerbern.

E-Commerce Fehler 19: Sie selektieren Zusatzleistungen vor.

Bei „angekreuzten Kästchen“ für den Newsletterversand oder andere zusätzliche Leistungen liegt keine wirksame Einwilligung des Nutzers vor, auch eine Widerrufsbelehrung oder AGBs können nicht auf diese Weise wirksam zur Kenntnis genommen werden. Der Nutzer muss die Auswahl zwingend selbst vornehmen.

E-Commerce Fehler 20: Sie vergüten Ihre Kunden für Bewertungen.

Neben anderen rechtlich problematischen Punkten wird auch hier eine Wettbewerbsverfälschung vorgenommen, gegen die sich Wettbewerber im Wege der Abmahnung mit einer Unterlassungsaufforderung zur Wehr setzen können.

Es wird deutlich: E-Commerce kann viel Geld bringen, aber auch viel Geld kosten. Damit Sie u. a. die genannten E-Commerce Fehler nicht nur kennen sondern auch vermeiden können, haben wir die 7-tägige IHK-Fortbildung zum E-Commerce Manager IHK in Düsseldorf geschaffen. Für alle rechtlichen Fragen steht Ihnen Rechtsanwältin Anna Kastner in dieser Fortbildung einen ganzen Tag zur Verfügung und macht Sie rechtlich fit. Bitte beachten Sie: Um ausreichend Zeit für Teilnehmerfragen in der Fortbildung zu haben, ist die Fortbildung auf nur 12 Teilnehmer begrenzt.

Veröffentlicht von Daniel Gremm - Online Marketing Berater und IHK-Trainer

Online Marketing Berater und IHK-Trainer - 20-jährige Praxiserfahrung - Diplom-Kaufmann

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