Im vierten Teil dreht sich alles um das noch immer häufig sträflich vernachlässigte Thema Usability. Dabei tut man mit einer durchdachten Usability nicht nur dem Besucher einen Gefallen, sondern letztlich auch sich selbst durch bessere Kundenbindung und mehr Umsatz.
Usability:
- Definition
- Ziel
- Navigation
- Breadcrumb
- Direktlinks
- Scrollen
- Sprache
- Darstellungsfehler
- Links
- Layout
- 404 Seite
- Flash & Javascript
- Bilder
- Suche
- Barrierefreiheit
Usability: Definition
Usability bedeutet übersetzt Benutzerfreundlichkeit / Benutzungsfreundlichkeit, was “die vom Nutzer erlebte Nutzungsqualität bei der Interaktion mit einem System” bezeichnet (Quelle: Wikipedia, 2011). Die Nutzungsqualität aus Sicht des Nutzers steht hier klar im Fokus.
Usability: Ziel
Das wirtschaftliche Ziel einer Usability Optimierung ist es, die Besucher in größtmöglicher Anzahl zum Produkt/ zur Dienstleistung zu führen. Nur wenn die Nutzerinteressen umfassend in den Mittelpunkt aller Maßnahmen gestellt werden, kann dieses Ziel nachhaltig erreicht werden. Neben individuellen Erkenntnissen aus Web Controlling Tools sollen nachfolgende Erfahrungswerte dabei helfen, den Nutzer perfekt zu umsorgen.
Usability: Navigation
Nahezu jede Seite hat inzwischen eine Navigation. Früher war diese in vertikaler Anordnung üblich. Bis man, überwiegend per Eye-Tracking-Studien, herausgefunden hat, dass eine horizontale Navigation vom Nutzer deutlich intensiver genutzt wird. Auch deshalb, weil viele Nutzer die vertikale Navigation einfach nicht gesehen haben (“Scheuklappen-Effekt”).
Usability: Breadcrumb
Mit einem Breadcrumb bietet man dem Nutzer eine zusätzliche Orientierung, wo er sich gerade befindet (“Sie sind hier: …”). Zudem kann er hierüber problemlos per Klick zurück navigieren. Auch wenn dieses Element häufig in kleiner Schriftgröße relativ unscheinbar daherkommt, so ist es doch für viele Nutzer ein wichtiger Anker und Navigationselement auf einer Webseite.
Usability: Direktlinks
Zeit ist immer und überall knapp. Was liegt da näher, als dem Nutzer Direktlinks zu seinen Zielen anzubieten. Dies kann man beispielsweise für die beliebtesten Produkte tun, und diese unter derselben Bezeichnung als Navigationselement darstellen. Nebeneffekt: Neben der Usability profitiert auch die Suchmaschinenoptimierung davon.
Usability: Scrollen
Wer seinem Nutzer horizontales Scrollen abverlangt, wird schnell genervtes Feedback ernten. Auch wenn vertikales Scrollen meist nicht zu umgehen ist, so sollten doch im Sinne einer guten Usability die wichtigsten Inhalte immer im sogenannten “Sofort-sichtbaren-Bereich” erscheinen. Darunter versteht man den Bereich, der ohne Scrollen nach dem Aufruf einer Webseite zu sehen ist. Dies ist insbesondere deshalb von Relevanz, da immer noch ein relevanter Teil der Nutzer unwillig und sogar auch unfähig in Bezug auf das Scrollen ist.
Usability: Sprache
Eine klare und kompakte Sprache und die Verwendung von Standard-Begrifflichkeiten sind Bestandteil jeder Usability Optimierung. Nur zu oft sind Webseitenbetreiber betriebsblind und erwarten unbewusst vom Nutzer ein Verständnis einer sprachlichen Ausdrucksweise, die von der Masse nicht erfüllt werden kann. Dies gilt auch für die Verwendung von Anglizismen, da immer noch ein relevanter Teil der Nutzer kein oder nur ein schlechtes Englisch beherrscht.
Usability: Darstellungsfehler
Darstellungsfehler müssen heute nicht mehr sein. Kostenlose Tools wie beispielsweise http://validator.w3.org helfen dabei, seine Webseite von Seiten der Programmierung sauber aufzustellen. Neben der Usability ist dies auch im Sinne von Google, somit auch im Sinne der Suchmaschinenoptimierung.
Usability: Links
Das zu Darstellungsfehlern gesagte gilt ebenso für defekte Links. Auch hierfür gibt es kostenlose Tools zum automatisierten Prüfen: http://validator.w3.org/checklink
Usability: Layout
Viele Seiten beanspruchen die Wahrnehmungsfähigkeiten der Nutzer sehr stark, sei es mit grellen Farben, hektischen Animationen oder einem unstrukturiertem Seiten-Aufbau. Das Layout der Webseite sollte im Sinne einer guten Usability “ruhig” und strukturiert sein.
Usability: 404 Seite
Die 404 Seite ist genauso berühmt wie berüchtigt. Kaum jemand kann wirklich ausschließen, dass diese Seite nicht auch bei der eigenen Webseite vorkommt. Aber man kann sie zu einer Mehrwert-Seite umgestalten, wodurch sie ihre Gefahr verliert. Warum hier nicht Links zu den beliebtesten Produkten platzieren oder auch eine Suchfunktion einbinden? Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt – fantasielos ist lediglich eine Standard-404-Seite.
Usability: Flash & Javascript
Flash stellt für viele Nutzer ein Sicherheitsrisiko dar, weshalb sie es deaktivieren. Einige Browser haben zudem mit der Darstellung Probleme. Und auch Google ist kein Flash-Fan. Dies sind nur einige Gründe dafür, im Sinne einer Usability Optimierung immer auch eine Flash-freie Version der eigenen Webseite zur Verfügung zu stellen. Bei Javascript verhält es sich in vielen Fällen ebenso.
Usability: Bilder
Wer hat nicht schon mal unbewusst auf ein Bild geklickt und sich gewundert, dass nichts passiert ist? Bei Bildern wird immer häufiger unbewusst von einer Verlinkung ausgegangen. Dies hat seinen Ursprung in der Verlinkung von Teaser-Bildern. Falls sinnvoll und möglich, ist es deshalb im Sinne der Usability, die Bilder mit einem Mehrwert zu verlinken.
Usability: Suche
Eine Suche ist inzwischen Standard auf vielen Webseiten. Nur funktioniert diese auch im Sinne der Nutzer? Der Nutzeranspruch orientiert sich immer an Google, da diese Suche am häufigsten genutzt wird und somit für den Nutzer die unbewusste Benchmark darstellt. Wer nun ebenfalls eine eigene Suche auf der eigenen Webseite anbietet, sollte diese kontinuierlich bestmöglich an den Stand der Technik anpassen. Falls dies nicht möglich sein sollte, kann der Verzicht auf die Suche ebenfalls im Sinne der Usability sein.
Usability: Barrierefreiheit
Barrierefreiheit ist ein Klassiker in der Usability Optimierung. Hierunter versteht man Anpassungsmöglichkeiten der Webseite für Nutzer mit Handicap, beispielsweise die Vergrößerung der Schriftgröße. Dabei sollten jedoch nie die Bots bzw. die Suchmaschinenroboter vergessen werden, die ebenfalls immer vollkommen barrierefrei die Webseite im Sinne der Suchmaschinenoptimierung nutzen können müssen.
Die weitere Veröffentlichung der Artikel-Serie wird zeitnah fortgesetzt.
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